Humorisches

Es gibt ein Paar Anekdoten, die nicht Zeit- oder Raumgebunden sind. Wie die Ewige schon zig-tausendmal gehörte Frage: „Wo sind die Ratten?“1950-ca.-August Dies zu beantworten wäre eine philosophische Studie notwendig. Je nach Lust und Laune habe ich ein Handvoll Standardphrasen, aber denke mir immer: „Hameln die nicht alle?“ Und was würden sie machen, wenn ich wie August Wilke mit lebendigen Ratten herumziehen würde? Das war zum Staunen in 1930, heute lauft jeder Punk mit einer Ratte herum.

Wenn es bei mir um die Ratten geht, dann um zu betonen wie die Hamelner mit den Ratten identifizieren, nicht aber mit dem Pfeifer. Im Landkreis und herum dekorieren die Leute ihre Häuser oder Autos mit Rattenfänger, die Hamelenser mit Ratten.

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Es gibt Situationen, wo ich den Kopf schütteln muss. Zum Beispiel ist es immer wieder vorgekommen, daß Muttis mir ihre Säuglinge auf dem Arm geben für Fotos. Ich frage mich, ob die Kinder dann traumatisiert sind? Andere Trauma ist, wenn Kinder einen mit „Hallo Rattenfänger-Halle!“ freundlich grüßen. Was immerhin viel besser ist als „Rattenfi*ker“ – alles schon vorgekommen. Zweimal ist mir bisher ein Knirps wortlos auf mich zu und hat mir in dem Schienbein getreten. Motivation – „Du böse Rattenfänger!“…?

CDIn letzter Zeit höre ich immer wieder wie Kinder sagen: „Er hört sich genauso an wie mein Hörspiel“ Ein leichtes, ich bin das wirklich!

Seltsamer noch war ein Fall in Kanton, China: Ein Kind kommt auf mich in Zivil statt Kostüm und spricht mich auf Chinesisch an. Mein Übersetzer erklärt, er meint, er habe Dich im Fernsehen gesehen. In solchen Fällen weiß ich, man kann nur demütig „Danke“ sagen.

 

Ich weiß nicht wie es dem Originalpfeifer ging, ich bin aber etwas kurzsichtig, was immer zu Zwischenfällen führt. Einst habe ich die Stadtführung beendet, eilte zur Bushaltestelle noch in Kostüm, um den letzten Fahrt nach Hause zu bekommen, sprang in den mir von der Fremdfirma bekannte Bus und merkte bald – ich war falsch unterwegs – Liniennummer falsch gelesen. Die Öffis funkten meine Linie und „Der Rattenfänger“ dürfte dann spontan umspringen.

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Der Rattenfänger ist ein Frauenthema. Das merkt man bei der Touristinfo – über 85% aller Anrufer sind Frauen. Natürlich wollen die Damen den Nervenkitzel erleben: Ist dieser Verführer zu widerstehen? Diese Art der Attraktion zieht gelegentlich auch Männer an, die selbst sehr auf ihre Mode achten. Hauptsache Kundschaft. Ich staunte zum Beispiel nicht schlecht, als Olivia Jones quer über die Messe in Berlin zeigt und sagt, „Schau, der Rattenfänger.“ Ich wüsste nicht, dass die Dame in Springe aufgewachsen…

(c) El Correo

Als ich im Jahr 2007 in China und USA unterwegs war, brach in Spanien eine Rattenplage aus. Die Einwohner von Villotilla legen mit Flöten und allerhand krach los (video), um die Ratten zu vertreiben – vergebens. Dafür aber gehen sie in die Geschichte.

 

 

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Fussball? Nein Danke. Ich habe einige Traumatische Überraschungen damit erlebt.

Manchmal staunt man über Post. Briefe wo nur „Rattenfänger von Hameln“ dran stehen werden zugestellt. Ich bin gelegentlich so bekannt wie der Weihnachtsmann.

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Es gab von der Sparkasse eine Werbung über „Mein Haus, mein Boot, mein Auto“
Ich konter mit Mein Bus, mein Boot, mein LKW…

Es ist immer wieder schön, post von Kinder und Schulklassen zu bekommen. Ich sammle es seit Langem. Gelegentlich kommen die interessantesten Variation heraus. Als Beispiel, ein Bild von „Elena.“
Innovatives Textbeispiel, eine Junge schrieb, der Rattenfänger war so bunt gekleidet, weil er Farbblind war!

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#twentyfife

 

 

 

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